Mittwoch, 10. Dezember 2008
Internetzugang
Ab heute werden wir keinen kostenfreien Internetzugang aus dem Hotel mehr haben. Wir werden aber versuchen über öffentliche Netze neue Berichte online zu stellen. Also schaut ab und zu vorbei...

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09.12.2008 - Seite an Seite mit Flipper
Ein Erlebnis was man nie wieder vergißt. Heute sind wir Gast auf Charlies "The Manta", einem Boot, welches uns raus zu den Delphinen bringt. Wir werden heute mit den "kleinen" eine Runde schwimmen bzw. werde ich eine runde schnorcheln und Astrid schaut sich das ganze vom Boot aus an. Nachdem unsere Gruppe von ca. 12 Personen vollständig ist, werden die Landflossen abgelegt und es geht ab mit dem Boot raus aufs Meer. Im Hafen sehen wir noch eine große Schildkröte. Was die hier wohl zwischen all den Booten verloren hat?
Nach einer kurzen welligen Fahrt sind wir bei den Delphinen angekommen und sehen sie schon um unser Boot rumschwimmen. Eine kurze Einweisung und dann gehts mit Flossen, Taucherbrille und Schnorchel ab ins erstaunlich warme Wasser. Heute sind nicht ganz so viele Delphine zu sehen wie gestern, aber es sind schon ca. 20 bis 30, welche grade nicht schlafen. Delphine sind nachtaktiv und in den frühen Morgenstunden ziehen sie sich zum schlafen in eine Bucht zurück. Wir sehen viele kleine Baby-Delphine, welche neben Ihrer Mutter herschwimmen. Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, wenn die Delphine neben einem herschwimmen und man sie schon fast berühren kann. Nur mögen sie keine Berührung, wie uns die Crew erzählt hat. Das Wasser hier ist sehr sehr klar, so dass man beim Schnorcheln auch noch in einigen Metern Tiefe die kleinen Racker gut erkennen kann. Vorgestern habe ich mir bei Walmart eine analoge Unterwasserkamera zugelegt. Hoffentlich wird man auf den Bildern was erkennen können...



Gegen Mittag laufen wir wieder in den Hafen ein. Das hat richtig Spaß gemacht.
Vom Hafen fahren wir rauf zur Nordküste. Die Fahrt führt uns wieder durch ganz unterschiedliche Vegetation. Wir fahren bis hoch zum Pololu Valley Aussichtspunkt, von wo aus wir Steilklippen und die Berge aus dem ersten Teil von Jurassic Park bewundern. Die Fahrt zurück zum Hotel führt uns an riesigen Weiden auf denen viele Rinder und Schafe grasen vorbei und durch Lavafelder überseht mit Kakteen. Angekommen im Hotel müssen wir uns erst mal von gestern und heute erholen und machen es uns im Bett bequem.

-Basti-

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08.12.2008 - Lava
Heute wird es ein laaaanger Tag im Auto. Die Insel heißt ja Big Island und dementsprechend ist man hier länger unterwegs. Um 7 Uhr machen wir uns auf den Weg Richtung Vulcano National Park, eine Fahrt von ca. 2,5 Stunden ohne Zwischenstopp (wir werden aber einige machen). Die Straßen hier sind zwar in einem guten Zustand, jedoch teilweise sehr kruvig und maximal darf man hier 55 Meilen in der Stunde fahren. Gegen 8 Uhr erreichen wir unseren ersten geplanten Halt - Pu`uhonua O Honaunau. Hier kann man sich ein altes Dorf ansehen, in dem die Kapu-(Verbot)-Brecher eine letzte Zuflucht suchen konnten, indem sie dieses Dorf über die rauhe See erreichten. Besonders sehenswert sind hier alte Holzfiguren, welche erst vor kurzem restauriert wurden.



Eine Stunde später machen wir uns auf zu unserem Frühstücksstopp bei einer Bäckerei in Naaiehu. Hier soll es die besten Berliner von Hawaii geben und in der Tat schmecken sie sehr gut. Wir nehmen uns noch welche für den nächsten Tag zum Frühstücken mit und fahren kurz weiter zu einem nicht weit entfernten schwarzen Sandstrand. Irgendwie sieht schwarzer Sandstrand schmuddelig und ungemütlich aus. Wir sind ja Gott sei Dank nicht zum schwimmen hier hergekommen. Ich will ja nicht wissen, wie lecker man mit schwarzem Sand am Körper ausschaut. Wir beobachten noch eine Weile eine Schildkröte beim Knabbern an dem Felsenbewuchs und geben nun Gas um die Gase des Vulkans zu sehen. Gestern war unser Eindruck ja noch recht öde von der Insel, heute haben wir einen Mix vom kargerm Fels, Regenwald und Lava durchlaufen. Hier auf der Big Island sollen ja 13 der 14 Klimazonen der Erde vertreten sein. Die Arktis ist hier nicht vertreten, echt schade :)
Kurz vor dem Besucherzentrum des Vulkans kann man schon die Raussäule des Kilauea aufsteigen sehen. Normalerweise kann man den riesigen Krater umfahren, aber da giftige Gase austreten, ist der südliche Teils der Straße gesperrt. Wir schauen uns einen Film über den letzten großen Ausbruch an und beneiden die Leute, welche damals sich das Spektakel live ansehen konnten. Leider sind wir 40 Jahre zu spät. Früher war der gesamte Krater auch noch mit flüssiger, rot glühender Lava gefüllt. Wenn man sich die Ausmaße des Kraters ansieht, muss dies ein gigantisches Schauspiel gewesen sein. Leider ist es heute hier oben nicht ganz so späktakulär. Lava ist hier oben momentan nicht zu sehen und die giftige Rauchwolke ist nicht ganz so beeindruckend, wie wir dachten. Aber der Krater ist schon gigantisch.



Wir machen noch halt an der Lava Tube, einem Lavatunnel, welchen man stehend durchschreiten kann. Hier ist alles sehr grün, schon erstaunlich wie sich die Natur nach dem Ausbruch hier alles zurück geholt hat. Dann noch einen kleinen Abstecher auf der Chains of Crater Straße, wo wir durch die verschiedensten Arten von Lava fahren und dann gehts ab zu dem zweiten Highlight heute, den Akaka Wasserfällen. Tja und da hat uns unser bisheriges Glück ein wenig verlassen. Nach 1,5 Stunden Fahrt müssen wir leider erfahren, dass die Wanderwege zu den Wasserfällen momentan geschlossen sind. Beim Nachfragen warum dies so ist, bekommen wir nur eine genuschelte Antwort, welche wir nicht wirklich verstehen. Aber bei den ganzen Pickups sieht es so aus, dass hier wohl die Wege ausgebessert werden. So ein Ärger. Naja, da können wir wohl nix machen. Aber ein Höhepunkt wartet ja noch auf uns - die fließende Lava! Momentan befindet sich ein aktiver Lavafluss außerhalb des Nationalparks, welcher in den Abendstunden besonders schön anzusehen ist. Die Fahrt bis an die Südküste dauert auch noch mal 1,5 Stundne. Unterwegs machen wir Mittag bei Taco Bell und tanken noch ein wenig nach. Gegen 17Uhr erreichen wir das Ende der Straße. Ab hier geht es noch ein wenig über Lavafelder bis zum offiziellen Parkplatz, wo wir unsere offenen Schuhe gegen festes geschlossenes Schuhwerk tauschen und uns auf den Weg zur Lava machen. Die kurze Wanderung über ein Lavafeld ist keineswegs einsam. Das Naturschauspiel ist ein regelrechter Magnet für Touristen. Und kurz nachdem die Sonne untergegangen ist, wissen wir auch warum. Die Lava fließt hier ins Meer und bringt das Wasser zum kochen. Eine riesige Rauchwolke steigt von der Eintrittsstelle auf. Leider fließt die Lava momentan genau zur falschen Seite ins Wasser, so dass man die Lava selbst nicht sehen kann. Nun, da es aber dunkel ist, sieht man das rötliche Glühen an der Eintrittstelle und ab und zu fliegen Lavabrocken durch die Gegend. So was muss man gesehen haben. Wir verfolgen das Schauspiel über eine Stunde und machen uns danach auf den knapp dreistündigen Weg zurück zum Hotel.

-Basti-

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